Bodenverbesserungsgenossenschaft (BVG) Ehrendingen

Präsident

Baumann, Jakob

Hauptstrasse 75
5234 Villigen

Tel. 056 284 11 40
Nat. 079 418 27 60
E-Mail schebi(at)schebi.ch

Vertreter Gemeinderat

Frauchiger, Markus

Ehrendingen

Aktuarin

Bernet, Priska

Meienberg

Mitglied

Suter, Peter

Mühlau

Mitglied

Zimmermann, Matthias

Ehrendingen

Mitglied

Zimmermann, Otto

Döttingen

Delegierter Kanton

Scholl, Bernhard

Aarau

Technische LeitungSteinmann Ingenieure und Planer AG

Aarauerstrasse 69
5200 Brugg

Tel. 056 441 16 16
E-Mail brugg(at)steinmann-ing.ch

Regulierung Wieholz

lnnerhalb des Meliorationsperimeters befindet sich als Unterperimeter das Waldgebiet Wieholz. Dieses muss finanziell separat behandelt werden. Hier finden Sie die Powerpoint-Präsentation zur Infoveranstaltung vom 18.06.2019.

Bodenverbesserung

Die Bodenverbesserungsprojekte sind heute multifunktional ausgerichtet: Sie tragen auf der einen Seite zur Erhaltung beziehungsweise zur Förderung wettbewerbsfähiger Strukturen bei. Auf der anderen Seite erfüllen sie vermehrt auch die Anliegen des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes.

Die Bodenverbesserungen werden unterteilt in Gesamtmeliorationen (Landumlegungen mit Infrastrukturmassnahmen), reine Landumlegungen (Arrondierung von Grundeigentum), Pachtlandarrondierungen sowie in Tiefbauten/Bewässerungsanlagen wie Wege, Verbesserung des Bodenwasserhaushaltes oder Wasserversorgungen für Aussenhöfe.

Die Planung und Realisierung von multifunktionalen Projekten – auch Moderne Meliorationen genannt – ist eine interdisziplinäre Aufgabe. Deren Ziel besteht darin, sowohl für die Landwirtschaft (privater Nutzen) als auch für die Gesellschaft (öffentlicher Nutzen) vorteilhafte Lösungen anzustreben.

Neuverteilung des Landwirtschaftslandes

Das Landwirtschaftsland im ehemaligen Oberehrendingen wird neu vermessen –  letztmals geschah dies 1885. Der Gemeinderat will nicht nur das Land vermessen, sondern zusätzlich eine Güterregulierung durchführen. Moderne Melioration wird dieser Prozess genannt, der die Gemeinde in den kommenden Jahren beschäftigt. Der ehemalige Gemeindeammann Renato Sinelli schilderte die Problematik wie folgt: "Im ehemaligen Oberehrendingen gibt es vielerorts sogenannte Hosenträgerparzellen. Das sind kleine, schmale Landstücke, die schwer zu bewirtschaften sind. Ziel einer modernen Melioration ist es, das Land unter den Grundeigentümern so zu verteilen, dass verstückelte Parzellen verschwinden und stattdessen grössere Areale entstehen."

Im ehemaligen Unterehrendingen wurde bereits eine Melioration durchgeführt.

Die Produktionskosten bei der Bewirtschaftung der Parzellen könnten dank einer modernen Melioration gesenkt werden, heisst es dazu im technischen Bericht zur Ehrendinger Melioration. Vorgesehen ist zudem, das Wegnetz zu erneuern oder sogar neu anzulegen, was Fahrzeiten verkürzen könnte. Ausserdem soll auf Wege verzichtet werden, die als unnötig gelten.

Stand des Projekts

Die öffentliche Auflage des Generellen Projekts fand am 15. Oktober bis 13. November 2018 statt. Seitens der Ausführungskommission wurde im Januar 2019 alle Einsprecher zu einer Einigungsverhandlung eingeladen.

Das Generelle Projekt und die nicht zurückgezogenen Einsprachen (Anzahl 22) wurden von der Ausführungskommission beim Kanton zur Genehmigung respektive zum Entscheid eingereicht. Da der Kantonsbeitrag für die Melioration Fr. 2 Mio. übersteigt, muss neben der Regierung auch der Grosse Rat seine Zustimmung geben. Die Ausführungskommission geht davon aus, dass diese bis Mitte 2020 vorliegt.